Journalismus von morgen: Die virtuelle Feder (2012)

Stirbt die Tageszeitung bald aus? Seit etwa 20 Jahren bedroht die digitale Revolution die Papierwelt. Das Business-Modell der Printpresse hat den Boden unter den Füßen verloren. In der Dokumentation erleben die zwei Medienexperten Philippe Kieffer und Marie-Eve Chamard vor Ort, wie führende Verlage, Chefredakteure, Journalisten und Leser darauf reagieren.

Več na: http://www.arte.tv/guide/de/048392-000/journalismus-von-morgen-die-virtuelle-feder

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Krieg der Patente (2014)

Ein Patent bekommt, wer etwas vollkommen Neues erfindet und seine Erfindung kommerziell nutzen möchte. Mittlerweile stecken hinter all den Dingen, mit denen wir uns tagtäglich umgeben, Patente. Angefangen von der Yogaübung über das Kopfschmerzmittel bis hin zu Genen gibt es in unserem Leben nichts, was sich nicht patentieren lässt. Filmemacherin Hannah Prinzler deckt auf ihrer spannenden Recherchereise anhand unterschiedlicher Fallgeschichten auf, wie in den letzten Jahrzehnten das Patentsystem systematisch ad absurdum geführt wurde.

Microsoft gegen Google, Apple gegen Nokia, Samsung und HTC, Motorola gegen Apple, Oracle gegen Google: Patentklagen sind in der IT-Industrie in den vergangenen Jahren in Mode gekommen. Wir befinden uns mitten in einem globalen Krieg, in dem Patente als strategische Waffen eingesetzt werden. Technologiekonzerne wie Apple und Google geben jedes Jahr mehr Geld für Patente aus, als sie in die Entwicklung neuer Produkte investieren. Sie wollen sich damit die Marktherrschaft sichern.

Als die Filmemacherin Hannah Prinzler erfährt, dass in Amerika mittlerweile auch Patente auf menschliche Gene erteilt werden, fragt sie sich, ob da nicht etwas schief läuft mit dem Patentsystem, und begibt sich auf eine Suche nach Antworten. Auf ihrer Recherchereise besucht sie den englischen Erfinder James Dyson, Patentanwälte und Business-Gurus im Silicon Valley und trifft Lisbeth Ceriani, um von ihr die unglaubliche Geschichte von dem Gen ihres Körpers zu erfahren, das ihr nicht gehört.

Prinzler reist nach Genf zur „Weltorganisation für geistiges Eigentum” (WIPO) und nach Indien, um die globalen Konflikte um den Zugang zu patentierten Medikamenten zu verstehen. In Indien erfährt sie, wie sich die Inder gegen eine Patentierung von Reis oder Yogahaltungen zu schützen versuchen, und trifft Anil Gupta, den „Gandhi der Innovation”. Braucht die Welt wirklich Patente, damit Dinge erfunden werden? Eine Antwort hofft sie am Ende ihrer Reise in der Wüste von Arizona zu finden, wo ein Team begeisterter Autobauer die weltweit ersten „Open-Source-Autos” entwickelt.

Več na: http://thepatentwars.org/

Speed – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (2012)

Wer oder was treibt die Beschleunigung der modernen Zeit eigentlich an? Ist sie ein gesellschaftliches Phänomen oder liegt alles vielleicht doch nur an unserem mangelhaften Zeitmanagement? In seinem Dokumentarfilm begibt sich der Filmemacher und Autor Florian Opitz auf die Suche nach der verlorenen Zeit. Wo ist sie nur geblieben, die Zeit, die wir mühsam mit all den neuen Technologien und Effizienzmodellen eingespart haben?

Opitz begegnet auf seiner Suche Menschen, die die Beschleunigung vorantreiben, und solchen, die sich trauen, Alternativen zur allgegenwärtigen Rastlosigkeit zu leben. Er befragt Zeitmanagement-Experten, Therapeuten und Wissenschaftler über die Ursachen und Auswirkungen der chronischen Zeitnot. Er trifft Unternehmensberater und Akteure, die auf dem internationalen Finanzmarkt aktiv sind und an der Zeitschraube drehen. Und er lernt Menschen kennen, die aus ihrem ganz privaten Hamsterrad ausgestiegen sind und nach gesellschaftlichen Alternativen suchen. Auf seiner Suche entdeckt er: Ein anderes Tempo ist möglich, wir müssen es nur wollen.

Giftige Geschäfte (2013)

Pro Jahr werden in den Industrieländern rund 50 Millionen Tonnen Elektroschrott entsorgt, darunter Computer, Fernseher, Handys und Haushaltsgeräte. 75 Prozent davon kommen nie in den offiziellen Recycling-Anlagen an, oft werden sie illegal nach Indien, China oder Afrika verschifft. Der illegale Export von Elektroschrott ist ein Millionengeschäft, das die Umwelt sowie das Leben und die Gesundheit vieler Menschen zerstört.

Der Dokumentarfilm nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch Europa, nach China, Afrika und in die USA, und zeigt, wie das europäische Recycling-System an mangelnden Kontrollen, Geldgier und Korruption krankt und die illegalen Exporte nährt; wie in den Häfen von Europa und Asien vergeblich gegen die Flut von Elektroschrotts angekämpft wird, die täglich die Meere überquert; wie ganze Städte in China regelrecht in unseren alten Geräten ertrinken, die dort ohne jeglichen Gedanken an die Umwelt oder zukünftige Generationen entsorgt werden.

Eine besorgniserregende Konsequenz davon ist, dass wiederaufbereitete und beschädigte Computerchips wieder in den Produktionskreislauf geraten und in Geräte eingebaut werden, die wichtige Bereiche unseres Alltags bestimmen, wie zum Beispiel öffentliche Verkehrsmittel, und dort unsere Sicherheit bedrohen. Können wir die giftige Lawine noch rechtzeitig aufhalten?

Die Arier (2013)

Alle 30 Minuten findet in Deutschland eine rechtsextreme Straftat statt. So erhielt die afrodeutsche Regisseurin selbst eine Morddrohung von den „White Aryan Rebels”. Die Unterstützer der NSU-Terrorzelle sind Mitherausgeber des Nazi-Magazins „The Aryan Law & Order”. Bei der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe findet man einen Artikel, der die „arische Rasse” erklärt. Und in den USA werden unzählige Morde durch „Aryan Hate Groups” verübt.

Die Filmemacherin Mo Asumang findet, es sei an der Zeit, der Sache mit den Ariern auf den Grund zu gehen. In einer persönlichen Reise begibt sie sich auf die Suche nach den Ursprüngen des Arierbegriffs und dessen Missbrauch durch Rassisten in Deutschland und den USA.

Sie besucht Demonstrationen und Propaganda-Veranstaltungen der selbsternannten Arier in Gera, Wismar und Potsdam, wo sie jedoch nur Schweigen und Ablehnung erntet. Sie forscht in Archiven und reist schließlich in den Iran, wo sie alte Inschriften findet, die den Ursprung des Arierbegriffs bezeugen und ihm eine ganz andere Bedeutung geben. In den USA trifft sie sich mit dem Ku-Klux-Klan und einem Top-Rassisten von schauerlichem Weltruf: Tom Metzger, dem Gründer der „White Aryan Resistance”, dessen Ziel es ist, mit der sogenannten „Lone-Wolf”-Taktik eine „arische” Revolution zu starten.

Sex im 21 Jahrhundert (2010)

Die Vorstellungen über die Wichtigkeit, Häufigkeit sowie Triebkraft von Sex und Liebe gehen weit auseinander. Der erste Teil geht der Frage nach, was ist eigentlich Sex und was ist Liebe? Und müssen wir uns zwischen beiden entscheiden? Worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen Sex und Liebe? Was hat sich in der Einstellung der europäischen Zivilisationen seit der sexuellen Revolution Ende der 60er Jahre in Bezug auf Sex und Liebe geändert? Befindet sich die Mehrzahl der Menschen in den Industriegesellschaften auf einem Trip in eine übersexualisierte Welt, in der die Liebe ein Auslaufmodell ist? Streifen wir unsere soziale Kultur ab wie eine lästige Haut und geben uns ganz unseren Urinstinkten hin? Diesen Fragen sucht die erste Folge der dreiteiligen Dokumentationsreihe auf den Grund zu gehen. Liebe contra Sex: Anhand moderner wissenschaftlicher Studien und Versuchsreihen von Sexualwissenschaftlern, Biologen, Anthropologen, Hormonforschern, Psychologen und Psychotherapeuten begibt sich die Dokumentation in die Hochburgen der Sexualforschung in Europa und den USA. Vor allem die Hormonforschung im wichtigsten Sexualorgan — dem Gehirn — steht dabei im Mittelpunkt. Stimmen die alten Klischees überhaupt noch, dass die Männer immer Sex wollen und die Frauen ihn nur in Kombination mit Liebe, und nur dann, wenn der “richtige” Mann — der fürs Leben — dabei im Spiel ist? Ist Liebe nicht sowieso nur eine romantische Vorstellung, die Wissenschaftler längst als hormonelles und neuronales Phänomen entschlüsselt haben und mit Medikamenten quasi “herstellen” können?

Sex oder Liebe

Maennlich weiblich oder was

Sex ist ueberall

Master of the Universe (2013)

He was one of the Top-Investmentbankers in Germany. He made a million profit per day. Now he is sitting in an empty bank building in the financial center of Frankfurt and talks. A frightening insight in a megalomaniac, quasi-religious parallel world behind mirrored windows.

Zum ersten Mal packt ein echter Insider des internationalen Finanzgewerbes aus, einer der ehemals führenden Investmentbanker Deutschlands. Rainer Voss, der in seiner aktiven Zeit locker mit Millionen hantierte, erzählt aus eigener Anschauung, wie es in der glitzernden Finanzwelt wirklich zugeht, von all ihren Abgründen, Skrupellosigkeiten und quasi-religiösen Gesetzmäßigkeiten. Hat sich seit der globalen Finanzkrise etwas geändert? Voss’ Ausblick gibt Grund zur Beunruhigung…

Dokumentarec o svetu denarja, v katerem nekdaj super uspešni investicijski bankir Rainer Voss v izpraznjeni poslovni stolpnici sredi Frankfurta razlaga skrivnosti in nečedne posle kapitalizma. Gre za »šnelkurs« iz brezobzirnega podjetništva, pogoltnosti po dobičku za vsako ceno, megalomanije, tekmovalne nemoralnosti in nezmožnosti učenja iz lastnih napak. Voss osvetljuje lastno uspešno pot od sredine osemdesetih let naprej in jo projicira na globalno sliko, v kateri je bančništvo v zadnjih tridesetih letih postalo tako kompleksno, zapleteno in prepleteno, da se zdijo vprašanja o reševanju krize nerešljiva.

»Film govori zase; finančni sistem ima velik vpliv na naše življenje in do morebitnih sprememb v prihodnje imam precej ciničen odnos. Vedno nam ponujajo enake rešitve, zgodovina in odločitve sem nam vseskozi ponavljajo: ‘Preveliki smo, da bi nam spodletelo; preveliki, da bi šli v zapor.’ […] Pomembneje kot zapreti bankirje se mi zdi spremeniti svet, si postaviti vprašanja, se pogledati v ogledalo. Smo sokrivi za vse ekscese in zločine finančnikov? Mar ne odvračamo pogleda, namesto da bi iskali rešitve?« (Marc Bauder)

Viri: http://www.geyrhalterfilm.com/en/master_of_the_universe, http://www.master-of-the-universe-film.de in http://www.fdf.si/index.php/slv/