The Brussels Business (2012)

In Brüssel sind rund 2.500 Lobby-Organisationen angesiedelt und bilden die zweitgrößte Lobby-Industrie der Welt; nur die in Washington DC ist größer. Rund 15.000 Lobbyisten scheuen weder Kosten noch Mühen, um die Kommission und die Parlamentarier intensiv über die Bedürfnisse der Interessenverbände zu informieren. Rund 80 Prozent der gesamten Gesetzgebung, die direkten Einfluss auf den Alltag der Europäischen Bürger hat, wird hier initiiert.

“Die EU-Gesetzgebung ist kompliziert, sie durchläuft viele Stufen”, erklärt Olivier Hoedeman, Gründer von Corporate Europe Observatory. “Alles beginnt mit der Europäischen Kommission. Dort werden neue Anträge für Gesetze und Richtlinien entworfen, welche dann die Institutionen durchlaufen – das Parlament und den EU-Ministerrat. Vom Moment an, in dem die Europäische Kommission erste Schritte zu neuen Gesetzen und Richtlinien unternimmt, ist die Industrie vor Ort um sie zu beeinflussen.”

Die Bemühungen, den Lobbyismus in der EU zu regulieren, stießen zunächst auf wenig Resonanz. Dann geschah im Winter 2004/2005 etwas Unerwartetes: Siim Kallas, EU-Kommissar aus Estland, zuständig für Verwaltung, griff das Thema auf. Im Zuge der Europäischen Transparenzinitiative sollte der Lobbyismus in Brüssel streng reguliert werden – ein Pflichtregister, Auskunftspflicht, Offenlegung der Geldflüsse. Nach drei Jahren politischer Streitereien und Bemühungen stellte Siim Kallas schließlich im Sommer 2008 das Lobby-Register vor. Doch die Enttäuschung war groß: Das Lobby-Register war freiwillig – und damit völlig zahnlos.

Im Oktober 2008, einen Monat nach Ausbruch der weltweiten Finanzkrise, ernannte Kommissionspräsident José Manuel Barroso eine unabhängige hochrangige Gruppe zur Aufsicht der Finanzmärkte. Ihre Aufgabe ist die Regulierung dieser Märkte, um einen Weg aus der Krise zu finden. Doch bei näherem Hinsehen entpuppt sich diese Gruppe von acht “EU-Weisen” als gar nicht so unabhängig: drei der acht Weisen sind direkt mit jenen US-Banken verbandelt, die die Krise ausgelöst haben. Der Kopf der Gruppe ist Vorsitzender einer großen Finanzlobby. Steht nach 20 Jahren Deregulierung und Liberalisierung die Europäische Union selbst plötzlich am Rande des Zusammenbruchs? Und steht nicht vielmehr die Demokratie selbst auf dem Spiel, und mit ihr jene Werte, die uns teuer sind?

Vir: http://videos.arte.tv/de/videos/the-brussels-business–7307822.html

Napotilo
http://www.thebrusselsbusiness.eu/

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Was tun? (2010)

Konkrete Antworten für eine wirklich nachhaltige Zukunft der Menschheit.

Die dringendsten Probleme, die die Menschheit in den kommenden Jahrzehnten bewältigen muss, sind in der Öffentlichkeit angekommen und werden immer mehr anerkannt: Die in kürzester Zeit auf bis zu 10 Milliarden Menschen anwachsende Weltbevölkerung, die durch den Menschen beeinflusste Klimaveränderung, die Zerstörung der Umwelt, die zur Neige gehenden Ressourcen, die sich immer drastischer zuspitzenden Ungerechtigkeiten zwischen armen und reichen Ländern und Menschen und die daraus folgenden, sich verstärkenden Konflikte zwischen nationalen und internationalen Interessengruppen.

Leider ist es nur eine kleine, überdurchschnittlich informierte Minderheit, die die wissenschaftlichen, philosophischen und politischen Lösungen für diese Probleme diskutieren. Doch nun beginnen endlich immer mehr Menschen in den reichen Ländern sich die Frage zu stellen, wie diese Probleme konkret gelöst werden können, was zu tun ist und wie der Einzelne sich dabei engagieren kann.

Und auf genau diese Fragen bietet die Kurzdokumentarfilm-Reihe WAS TUN? gezielt Antworten an: Zu Wort kommen anerkannte, unabhängige, klarsichtige Spezialisten, die Besten der jeweiligen Themenkreise: Natur- und Sozialwissenschaftler, Ökonomen und Ökologen, Philosophen und Aktivisten.

Sie erklären auf prägnante und verständliche Weise, was die Lage ist, was getan werden muss, was sie selber tun und was die oder der Einzelne dazu beitragen kann. Jeder der zunächst zweiundzwanzig 11-minütigen Kurzfilme behandelt einen Aspekt der komplexen Gesamtproblematik von echter globaler Nachhaltigkeit und grösserer globaler Gerechtigkeit und macht dabei eins klar:

Die Lösungen sind da! Die meisten Hindernisse auf dem Weg in eine nachhaltige und global gerechtere Welt könnten überwunden werden! Technisch könnte die Menschheit in der Lage sein ihre dramatischen Probleme zu lösen. Was fehlt ist, dass die Informationen und Hintergründe der gesellschaftlich nicht einfach durchzusetzenden Lösungen, von genügend mutigen Einzelnen verstanden, gefördert und aktiv unterstützt werden, damit sich daraus auf demokratische Weise die kritische Masse entwickelt, die in den entscheidenden Momenten der kommenden Krisen notwendig sein wird, um wesentliche Veränderungen durchsetzen zu können.

WASTUN.TV – DIE ERSTEN 5 KURZFILME von Dirk Wilutzky & Mathilde Bonnefoy

1 „DEN WOHLSTAND VOM VERBRAUCH ENTKOPPELN“
Ein Film über Ernst Ulrich von Weizsäcker und seine Theorie vom „Entkoppeln“ des
Wohlstands vom Ressourcen-Verbrauch, die in seinen Büchern „Faktor 4“ und „Faktor 5“ beschrieben wird, sowie ein Plädoyer für eine ökologische Steuerreform. Über eine mögliche Effizienz-Revolution und die Dringlichkeit die neoliberalen Weltherrschaft zu überwinden.

2 „VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN“
Ein Film über Jakob von Uexküll, den Gründer des Right Livelihood Award, auch bekannt als der „alternative Nobelpreis“, und des WORLD FUTURE COUNCIL‘s – Ein Rat, der sich aus rund 50 internationalen Persönlichkeiten zusammensetzt und sich als Anwalt für die Rechte der zukünftigen Generationen einsetzt. Eine Aufforderung zur Verantwortung und einer aktiven Beteiligung an der Demokratie.

3 „WIDERSTAND LEISTEN“
Ein Film über Vandana Shiva, indische Nuklearphysikerin, internationale Umwelt- und Menschenrechts-Aktivistin sowie Gründerin, im Norden Indiens, der Versuchsfarm NAVDANYA, auf der indische Bauern sowie Besucher aus aller Welt den biodiversen, biologischen Landbau lernen können. Sie ist Gründerin und Betreiberin von über 70 Saatbanken in Indien mit dem Ziel die Saatvielfalt und ihre freie Verfügbarkeit für Bauern vor der systematischen Vernichtung durch multinationalen Bio-Konzernen zu schützen. Über die Vorteile der Biodiversität und die Notwendigkeit für die Menschheit die Demokratie, gegen die Interessen der grossen Konzerne, zurück zu erobern.

4 „WIEDER RUNTER KOMMEN“
Ein Film über Dennis L. Meadows, der 1972 mit seinem Bericht an den Club of Rome „DIE GRENZEN DES WACHSTUMS“ eine heftige internationale Debatte auslöste und die Frage der Nachhaltigkeit unserer globalen wirtschaftlichen Aktivitäten in den Mittelpunkt rückte. Über seine aktuelle Einschätzung der nächsten Jahre und das Konzept der „RESILIENCE“, oder wie wir mit den kommenden Krisen umgehen können, um unseren grundlegenden Werte als Menschheit zu retten.

http://www.arte.tv/de/dennis-l-meadows/3802138.html

5 „SICH BILDEN“
Ein Film über Klaus Wiegandt, ehemaliger Vorstandssprecher der METRO und als solcher einer der mächtigsten Manager im deutschen Einzelhandels, der in den neunziger Jahre ausstieg um die Stiftung FORUM FÜR VERANTWORTUNG und die Initiative MUT ZUR NACHHALTIGKEIT zu gründen. In diesem Rahmen werden Lehrerweiterbildungen für Nachhaltigkeits-Unterricht in den Schulen und öffentliche Debatten organisiert sowie populärwissenschaftliche Bücher zu den Themen der Nachhaltigkeit veröffentlicht. Über die Notwendigkeit die Zivilgesellschaft durch Bildung in Sachen Nachhaltigkeit aufzuklären und dadurch dringende politische Korrekturen auszulösen.

Vir: http://www.arte.tv/de/was-tun-die-reihe/3794728,CmC=3800410.html

Real Estate 4 Ransom (2012)

Who is property speculation really good for? With global economies stressing as property values plunge and banks write down their books, this film gives an alternative to the push for austerity.

Democratic freedom means little without the economic freedom to do what we want.

We can use the power of market forces to hold monopolists and banksters to account. Classical economists knew that those who owned the earth held an un-natural advantage over your local baker or mechanic.

Featuring Prof Michael Hudson, Alanna Hartzok, Bryan Kavanagh, Frank de Jong and David Collyer.

Več na: http://realestate4ransom.com/

Walkout (Iz-hod) 2012

The documentary »Izhod«, meaning »Way out«, is a multifaceted project in which we examine and reflect upon the events as well as the circumstances thereof. The video is in fact a chronological record of not only events taking place, but also our personal responses. And so, it takes us from learning about the unanswered questions in the scope of psychology, mental health, institutional repression, etc. (part one), to action research and active participation (part two).

The second part therefore covers research of the very movement, the documentary in terms of a social action, and our own roles therein. This thesis statement is the an attempt at bringing social work closer to the sphere of independent multimedia communication via personal involvement in the very activist action, as well as in production.

Water Makes Money (2011)

Als unverzichtbares Grundnahrungsmittel war Wasser immer ein öffentliches, kommunal verwaltetes Gut. Auch heute noch ist die Wasserversorgung weltweit zu mehr als 80% in öffentlicher Hand.

Derzeit jedoch klopfen überall die weltgrößten Wasserkonzerne Veolia und Suez an die Tür finanziell klammer Kommunen. Allein Veolia – erst 2003 als Nachgeburt des größten finanzpolitischen Crashs in der Geschichte Frankreichs aus Vivendi Universal entstanden – ist heute in mindestens 69 Ländern auf allen fünf Kontinenten präsent und damit die unbestrittene No. 1 in der Welt der privaten Wasserversorgung. Auch in Deutschland hat Veolia es in kürzester Zeit geschafft, mit der Beteiligung an Wasserwerken von 450 deutschen Kommunen zum größten Versorger des Landes im Trink- und Abwasserbereich aufzusteigen. Tag für Tag melden die französischen Globalplayer neue Eroberungen. Sie versprechen Effektivität, günstigere Finanzierungsmöglichkeiten und auch Nachhaltigkeit. Nur in der Heimat der Konzerne, in Frankreich, glaubt ihnen kaum noch jemand…

Vir: http://www.watermakesmoney.com/